Gartenpflege im Herbst
Herbst im Garten: Jetzt wird für das nächste Gartenjahr gearbeitet
Der Herbst ist im Garten weit mehr als die Zeit des Aufräumens. Jetzt wird geerntet, geschnitten, gemulcht, kompostiert und der Boden für die nächste Saison vorbereitet. Viel organisches Material fällt an – und genau das können wir im Garten weiter nutzen.
Was jetzt im Garten passiert, legt den Grundstein für das kommende Gartenjahr.
In diesem Guide zeigen wir dir, welche Arbeiten sich im Herbst lohnen und wie wir dabei mit organischem Material, Mikroorganismen, Mineralien und Pflanzenkohle arbeiten.
🍂Herbst im Garten: Jetzt an die nächste Saison denken
Der Herbst ist die Zeit, um Gartenboden, Pflanzen und organisches Material auf die nächste Saison vorzubereiten. In unserem kostenlosen Herbst-Garten-Guide findest du praktische Tipps rund um Bokashi, Kompost, Laub, Boden, Pflanzen, Rasen, Bäume und Gewässer.
Garten im Herbst
Was jetzt im Garten passiert und wo EM ins Spiel kommen
Im Herbst fällt jede Menge organisches Material an: Laub, Rasenschnitt, Grünschnitt und abgestorbene Pflanzen. Mikroorganismen bauen diese Stoffe ab und machen die darin enthaltenen Nährstoffe wieder für den Kreislauf verfügbar.
Wir setzen dafür gezielt EM ein. Die Mischung aus Milchsäurebakterien, Hefen und Photosynthesebakterien bringt verschiedene Mikroorganismengruppen zusammen, die an diesen Umsetzungsprozessen beteiligt sind.
Kompost & Bokashi
Laub, Rasenschnitt und andere organische Materialien jetzt verarbeiten und für die nächste Gartensaison vorbereiten.
Abgeerntete Beete
Pflanzenreste bleiben je nach Kultur auf der Fläche oder werden weiterverwendet. Wir gießen sie mit EM an und decken sie ab.
Bodenpflege
Kompost, Bokashi, Mulch und Gesteinsmehl geben dem Boden organische Substanz und Mineralien zurück.
Warum gerade jetzt? Solange Boden und Kompost noch warm sind, sind die Mikroorganismen aktiv. Diese Zeit nutzen wir, um Laub und Pflanzenreste zu verarbeiten, bevor der Garten in die Winterruhe geht.
So setzen wir EM einSo setzen wir EM im Herbst ein
Überall dort, wo organisches Material weiterverarbeitet wird: beim Kompostieren, bei Bokashi, beim Mulchen und bei der Pflege unserer Beete.
Kompost: Organik gezielt in den Kreislauf zurückführen
Dafür setzen wir drei Bausteine gemeinsam ein:
So machen wir möglichst viel von dem, was im Garten anfällt, wieder für den Garten nutzbar.
Bokashi aus Garten- und Küchenresten
Stauden und Gehölzreste werden gehäckselt, mit EM besprüht und anschließend fermentiert. Laub mischen wir am liebsten mit Rasenschnitt, so wird das Verhältnis von kohlenstoff- und stickstoffreichem Material ausgeglichener.
Das fertige Bokashi verwenden wir später als Mulch für abgeerntete Beete. So bleibt die organische Masse dort, wo sie entstanden ist, und wird nach und nach weiter umgesetzt.
Abgeerntete Beete: Flächenkompostierung statt Aufräumen
Wir nutzen abgeerntete Beete gerne für eine Flächenkompostierung. Im Grunde ist das eine dicke, abwechslungsreiche Mulchschicht direkt auf dem Boden:
- Erntereste auf dem Beet lassen oder vorher kleinhäckseln.
- Bokashi, Rasenschnitt und Laub darüber verteilen.
- Zwischendurch Gesteinsmehl und RoPro-Streu darüberstreuen.
- Die Fläche mit EM-aktiv begießen.
Der Vorteil: Die Organik bleibt über mehrere Monate auf dem Beet und wird dort nach und nach abgebaut. So bekommt das Bodenleben kontinuierlich Nahrung und es entsteht mehr organische Substanz im Boden. Eine einfache Möglichkeit, den Bodenaufbau mit dem zu unterstützen, was im Garten ohnehin anfällt.
Bodenpflege: Jetzt ist noch Zeit für den Boden
Deshalb versorgen wir den Boden im Herbst noch einmal gezielt: Mit EM-aktiv oder Bodenagil bringen wir Mikroorganismen aus, mit Gesteinsmehl ergänzen wir Mineralien und Spurenelemente.
Was jetzt noch umgesetzt wird, hat über die Wintermonate Zeit dafür und kann im Frühjahr Teil des nächsten Wachstumszyklus sein.
Der Herbst ist für uns nicht das Ende der Gartenarbeit, sondern eine gute Zeit, dem Boden etwas für die kommende Saison mitzugeben.
Mineralisierung im Herbst
Zum Ende der Saison bringen wir keinen stickstoffbetonten Dünger mehr aus, sondern Mineralien und Spurenelemente: Gesteinsmehl, Zeolith oder Frohwuchs. Über den Winter werden sie nach und nach in den Boden eingearbeitet.
Bei Neupflanzungen setzen wir zusätzlich gezielt organischen Terra-Preta-Dünger ein.
Rasenpflege im Herbst
Nach der Herbstpflege, zwischen August und Mitte September, streuen wir ein letztes Mal Rasen-Rainer, 80 g pro m², und gießen ihn mit EM-Lösung ein. Danach düngen wir den Rasen nicht mehr.
Im Oktober gießen wir nur noch alle 14 Tage mit EM-aktiv, 50 ml auf 10 l Wasser, für das Bodenleben unter der Grasnarbe.
Grünansaaten: Mit Wurzeln für den Boden arbeiten
Gerade auf Böden, die immer wieder gleich bepflanzt werden, zum Beispiel im Gewächshaus, gibt eine Zwischenbegrünung dem Boden eine Pause.
Die Pflanzen bedecken den Boden, ihre Wurzeln durchziehen und lockern ihn und bringen viel organische Wurzelmasse ein. Nach dem Abfrieren oder Einarbeiten wird auch diese Wurzelmasse von Mikroorganismen umgesetzt.
Saatgut und Blumenzwiebeln vorbereiten
Saatgut: Aus unseren Gartenfrüchten gewinnen wir Samen für die nächste Saison. Bevor wir sie einlagern, behandeln wir die Samen mit EM-Keramikpulver.
Blumenzwiebeln: Vor dem Pflanzen behandeln wir die Zwiebeln mit EM-aktiv und RoPro 13/20.
Frühjahrsblüher: Beim Pflanzen arbeiten wir Schwarzes Gold forte und RoPro-Lit Gesteinsmehl mit ein. So sind die Zwiebeln für den Start im Frühjahr mit Nährstoffen und Mineralien versorgt.
Mit diesen Helfern bereitest du deinen Garten perfekt auf den Herbst vor:
Bodenagil Bodenaktivator
Bodenagil ist ein flüssiges Ferment mit Effektiven Mikroorganismen, Kräutern, Braunalgen und Huminsäure. Im Herbst gießt du es, bevor du Grüngut, Bokashi oder anderes organisches Material in den Boden einarbeitest: 50 ml pro m², auf schweren Böden 75 ml pro m².
RoPro-Streu Pflanzenkohle
RoPro-Streu ist Pflanzenkohle aus chemisch unbehandeltem Holz. Wir behandeln sie mit Gesteinsmehl und Effektiven Mikroorganismen und lassen sie danach mehrere Monate im Freien reifen. Ihre poröse Oberfläche kann Nährstoffe binden. Im Herbst streust du sie über Laub oder Rasenschnitt und besprühst die Schicht anschließend mit EM-aktiv, so entsteht eine Mulchschicht für den Winter.
Frohwuchs Bodenmineral
Frohwuchs ist unser eigener Mineralienmix aus sechs Ausgangsstoffen: Gesteinsmehl, Zeolith, kohlensaurer Kalk, Naturgips, Holzkohle und Schwefel, dazu Eisen, Magnesium, Mangan und Bor. Im Herbst streust du ihn auf deine Beete, 100 g pro m² bei Stauden und Blumen, 300 g pro m² im Gemüse- und Hochbeet. Er eignet sich auch gut für die Herbstpflanzung.
Schwarzes Gold Forte - organischer Terra Preta Dünger
Schwarzes Gold Forte ist ein organischer NPK-Dünger in kleinen Pellets, mit Schurwolle, Pflanzenkohle, Mykorrhiza-Pilzen und Effektiven Mikroorganismen (N 6,97 | P 1,99 | K 7,84). Laut Etikett wirkt er als Depotdünger über mehrere Wochen. Im Herbst arbeitest du ihn bei Neupflanzungen und Blumenzwiebeln direkt mit ein.
RoPro-Lit Gesteinsmehl
RoPro-Lit ist ein fein vermahlenes Urgesteinsmehl aus Diabas, silikatreich mit 58,9 % Siliziumdioxid und bereits mit Milchsäurebakterien voraktiviert. Im Herbst mischst du es unter Laub, Rasenschnitt und anderes organisches Material oder streust es auf die Beete, etwa 300 g pro m² einmal im Jahr.
EM-aktiv
EM-aktiv ist ein flüssiges Ferment aus Milchsäurebakterien, Hefen und Photosynthesebakterien, bei uns in Stephanskirchen abgefüllt. Im Herbst gießt du damit einmal pro Woche Beete und Mulchschichten, 50 ml auf 10 l Wasser. Für Kompost und Bokashi nimmst du 5 bis 20 l pur je Kubikmeter.Interessante Blogbeiträge
Rasenpflege im Herbst: nachsäen, düngen, Schnitt verwerten
Im Herbst bekommt dein Rasen noch einmal Aufmerksamkeit: Kahle Stellen säst du nach, zum Saisonende düngst du organisch, und den letzten Rasenschnitt verarbeitest du zu Bokashi.
Rasen-Sam
Rasen-Sam ist eine Rasenmischung aus Rotschwingel, Deutschem Weidelgras und Wiesenrispe, die Samen sind mit Effektiven Mikroorganismen und Mineralien vorbehandelt. Für die Nachsaat im Herbst reichen 25 g pro m², solange der Boden noch um 10 °C warm ist.
Rasen-Rainer
Rasen-Rainer ist ein organischer NPK-Rasendünger (N 3,65 | P 1,90 | K 1,99) mit Pflanzenkohle, Gesteinsmehl, Mykorrhiza-Pilzen und Effektiven Mikroorganismen, hergestellt in Bayern. Die letzte Gabe im Jahr streust du zwischen August und Mitte September, 80 g pro m², und gießt sie mit EM-Lösung ein. 7 kg reichen für 70 bis 90 m².
Streuwagen
Damit der Rasen-Rainer gleichmäßig auf dem Rasen landet, empfehlen wir einen Streuwagen. Für die Herbstdüngung stellst du ihn auf Stufe 6, das entspricht 80 g pro m².
Rasenbokashi SET
Mit dem Rasenbokashi-Set fermentierst du deinen Rasenschnitt mit Effektiven Mikroorganismen und Pflanzenkohle. Das fertige Rasenbokashi verwendest du als Mulch, zum Beispiel unter Hecken und Sträuchern oder zum Abdecken der Beete über den Winter.