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Drei Bausteine, ein Prinzip
Terra Preta ist kein fertiges Produkt, sondern entsteht durch das Zusammenspiel von Pflanzenkohle, organischer Substanz und Mikroorganismen.
Die Kohle bietet den Lebensraum, die Organik liefert die Nahrung und die Mikroorganismen bringen beides zusammen. So entsteht ein lebendiges Bodenmilieu.
Das Prinzip hinter Terra Preta
Pflanzenkohle wird gemeinsam mit organischer Substanz, Nährstoffen und Mikroorganismen zu einem lebendigen Speicher. Bei der Kompostierung oder Fermentation werden Nährstoffe und organische Verbindungen freigesetzt. Die poröse Struktur und die Oberflächen der Pflanzenkohle können diese aufnehmen und speichern.
Gleichzeitig besiedeln Mikroorganismen die Poren und Oberflächen der Kohle. Sie unterstützen die Umsetzung der organischen Substanz und wirken als Vermittler zwischen gespeichertem Nährstoffangebot, Boden und Pflanze.
Die Pflanzenkohle kann dabei Wasser und Nährstoffe aufnehmen und bei Bedarf wieder abgeben. Sie wird beladen und entlädt sich – immer wieder.
Da Pflanzenkohle nur sehr langsam abgebaut wird, kann dieses Speicher- und Austauschprinzip über viele Jahrzehnte bis hin zu Jahrhunderten wirksam bleiben – abhängig von der Qualität und Struktur der Kohle sowie den Bedingungen im Boden.
So bringst du Terra Preta in deinen Garten
Terra Preta kannst du auf verschiedenen Wegen in deinen Garten bringen – beim Fermentieren, Kompostieren oder direkt im Boden. Entscheidend ist immer das Zusammenspiel von Pflanzenkohle, Organik und Mikroorganismen.
Besonders wertvoll: Rasenschnitt mit Pflanzenkohle und EM fermentieren – so wird die Kohle bereits während der Fermentation aufgeladen. Anschließend dient das Rasenbokashi als nährstoffreicher Mulch für den Boden.
Gut zu wissen
Terra Preta ist ein Kreislauf
- Die Kohle bleibt – Pflanzenkohle bleibt über lange Zeit im Boden und kann immer wieder Wasser, Nährstoffe und organische Verbindungen aufnehmen und wieder abgeben.
- Die Organik kommt nach – Kompost, Bokashi, Mulch und organische Dünger bringen laufend neue organische Substanz und Nährstoffe in den Kreislauf.
- Mikroorganismen vermitteln – Sie besiedeln die Kohle, setzen die Organik um und machen Nährstoffe für Pflanzen verfügbar.
- Der Prozess ist wiederholbar – Der Prozess ist wiederholbar – Die Pflanzenkohle kann immer wieder beladen und entladen werden. Dafür braucht der Boden regelmäßig neuen Input von organischer Substanz und Mikroorganismen.

Christoph Fischer
Gründer, EM-Chiemgau
Vom Rosenheimer Projekt in den Hausgarten
Unser Ansatz für Terra Preta ist aus der landwirtschaftlichen Praxis entstanden. Bereits 2010 setzten Landwirte im Rosenheimer Projekt Pflanzenkohle ein, um Gülle und Mist zu optimieren. Dabei konnten Nährstoffverluste reduziert und der Aufwuchs gesteigert werden. Auch die Eigenschaften der Gülle veränderten sich: Sie wurde sämiger und fließfähiger, Schwimmdecken ließen sich leichter aufrühren und die Geruchsentwicklung nahm ab.
EM-aktiv und RoPro-Lit Urgesteinsmehl waren dabei von Anfang an Teil des Ansatzes. Diese Kombination haben wir für den Garten weiterentwickelt. Aus Gartenorganik entsteht damit entweder Bokashi oder Kompost – und daraus kann sich Terra Preta entwickeln.
Pflanzenkohle, organische Substanz und Mikroorganismen gehören dabei zusammen.
„Wir geben dem Boden nicht einfach etwas dazu. Wir geben ihm zurück, was er braucht, um selbst wieder fruchtbar zu werden.“
Was unsere Pflanzenkohle besonders macht
Pflanzenkohle ist nicht gleich Pflanzenkohle. Für uns zählt nicht nur, dass sie eingesetzt wird, sondern wie sie hergestellt und vorbereitet ist.
Unsere Pflanzenkohle lagert über viele Monate im Freien und ist dabei Witterung und Jahreszeiten ausgesetzt.
Wir nennen diesen Prozess pre-aged.
Sie wird mit EM-aktiv, RoPro-Lit Urgesteinsmehl und Zuckerrohrmelasse voraktiviert. Dabei wird die Pflanzenkohle mit Mikroorganismen und Nährstoffen beladen und mikrobiell belebt.
So wird sie aktiv und reaktionsfreudig für ihren Einsatz.
Kohlenstoffanteil (TOC)
mindestens 80 Masse-%,
PAK < 4 mg/kg TS,
regelmäßige PAK-Untersuchungen.
Regelmäßig kontrolliert und auf relevante Schadstoffe geprüft.
Körnung 1 bis 15 mm, entstaubt, Feuchtigkeit ca. 20 %.
Die staubarme Qualität macht die Kohle angenehm in der Handhabung – besonders beim Ansetzen von Bokashi im Haus.
Staubarm & praktische Körnung
Produkte für die Terra-Preta Herstellung

EM-aktiv - Boden- und Pflanzenvitalität
- Mikroorganismen für den Boden
- Unterstützt die Umsetzung organischer Substanz
- Ideal für Kompost, Bokashi & Beet

RoPro-Streu - Pflanzenkohle
- Voraktivierte Pflanzenkohle
- Speichert Wasser & Nährstoffe
- Bietet Lebensraum für Mikroorganismen

RoPro-Lit Urgesteinsmehl
- Mineralische Ergänzung für Terra Preta
- Liefert Mineralien & Spurenelemente
- Mit EM voraktiviert
Passt perfekt dazu

Schwarzes Gold Forte - organischer Terra Preta Dünger
- Organischer Dünger mit Pflanzenkohle
- Versorgt Boden und Pflanzen mit organischen Nährstoffen
- Ideal für die Herbstpflanzung

Fairfox Bokashi-Eimer (mit Recycling-Anteil) - 19 L
- Für die Fermentation organischer Küchenabfälle
- Erzeugt nährstoffreiches Bokashi für den Boden
- Ideal zur Kombination mit Pflanzenkohle

Rasenbokashi Set klein - mit 30 L Fass
- Für die Fermentation von Rasenschnitt
- Verwandelt Rasenschnitt in wertvolle organische Masse
- Ideal zur Herstellung von Terra Preta im Garten
Häufige Fragen zu Terra Preta
Terra Preta heißt übersetzt „schwarze Erde“. Der Begriff bezeichnet besonders dunkle und fruchtbare Böden. Bekannt sind vor allem die teils jahrhundertealten Terra-Preta-Böden im Amazonasgebiet.
Das Spannende daran: Terra Preta ist keine fertige Erde, die man einfach ausbringt. Sie entsteht aus dem Zusammenspiel verschiedener Bestandteile. Gartenabfälle oder auch Mist werden zusammen mit Pflanzenkohle und Mikroorganismen umgesetzt – kompostiert oder fermentiert. Ausgebracht kann sich daraus eine besondere Form von Bodenhumus entwickeln.
Du kannst dieses Prinzip auch für deinen eigenen Garten übernehmen – mit dem, was im Garten und Haushalt an organischem Material anfällt.
Ja – allerdings sollte Pflanzenkohle immer mit organischer Versorgung kombiniert werden. Pflanzenkohle lädt sich im Boden mit vorhandenen Nährstoffen auf. Wird sie ohne zusätzliche Nährstoffquelle direkt in einen bepflanzten Boden eingearbeitet, kann sie zunächst Nährstoffe binden, die den Pflanzen dann nicht unmittelbar zur Verfügung stehen.
Du kannst die Kohle deshalb zum Beispiel zusammen mit Rasenmulch, Rasen-Bokashi, Kompost oder Dünger ausbringen. So bekommt sie direkt organische Substanz und Nährstoffe, die sie aufnehmen und binden kann.
Bokashi und Terra Preta sind nicht dasselbe, hängen aber eng zusammen. Bokashi entsteht durch die Fermentation organischer Materialien wie Küchen- oder Pflanzenabfällen. Dabei wird organische Substanz aufgeschlossen und für die weitere Verwendung im Boden vorbereitet.
Terra Preta entsteht durch das Zusammenspiel von Pflanzenkohle, organischer Substanz und Mikroorganismen. Bokashi kann dabei eine wichtige organische Grundlage liefern. Wird es mit Pflanzenkohle kombiniert und anschließend in den Boden eingebracht, kann sich daraus langfristig eine Terra-Preta-ähnliche Bodenstruktur entwickeln.
Kurz gesagt: Bokashi ist eine Methode zur Aufbereitung organischer Substanz – Terra Preta beschreibt das daraus entstehende, kohlenstoffreiche Bodenmilieu.
Damit sie im Boden schneller aktiv werden kann. Die poröse Kohle wird dafür mit EM-aktiv, RoPro-Lit und Zuckerrohrmelasse vermischt. Mikroorganismen können sich in den Poren ansiedeln und die Kohle wird mit organischen und mineralischen Bestandteilen angereichert. Versuche von Dr. Claudia Kamann mit unserer Pflanzenkohle haben gezeigt, dass die Voraktivierung die Reaktivität der Kohle erhöht.
Eine feste Menge lässt sich nicht für jeden Garten angeben. Wie viel Pflanzenkohle sinnvoll ist, hängt auch davon ab, welche organische Substanz damit kombiniert wird und welches Nährstoffpotential sie mitbringt.
Bei den Terra-Preta-Funden im Amazonasgebiet geht man von einem Pflanzenkohleanteil von etwa 10 % aus. Bei 1 m³ Kompost oder Mist wären das beispielsweise 100 Liter Pflanzenkohle. In der Gartenpraxis wird aber kaum ein Kubikmeter Kompost auf einmal aufgesetzt. Deshalb kannst du die Pflanzenkohle schichtweise mit der organischen Substanz einbringen – zum Beispiel bei jeder neuen Schicht einige Hand-Gartenschaufeln darüberstreuen.Dabei gilt: Je nährstoffreicher die organische Substanz, desto mehr Pflanzenkohle kann sinnvoll sein. Bei reinem Mist würden wir beispielsweise mehr Kohle einsetzen als bei nährstoffärmeren Gartenabfällen.
Der Einsatz von Pflanzenkohle ist keine einmalige Sache. Sie bleibt im Boden über lange Zeit erhalten und verändert sich nur langsam. Terra Preta entwickelt sich deshalb über Jahre weiter – und ist für uns ein Prinzip, das über Generationen wirken kann.
Auch hier gibt es keine eindeutige Antwort. Die Wirkung von Pflanzenkohle kann bereits in der ersten Saison sichtbar werden. Zum Beispiel kann ein Balkonkasten üppiger wachsen, wenn neben organischem Dünger auch Pflanzenkohle eingesetzt wurde. Auch in der Landwirtschaft können sich Veränderungen bei Ertrag oder Aufwuchs innerhalb weniger Monate zeigen.
Eine Terra Preta entwickelt sich dagegen über einen längeren Zeitraum. Sie entsteht im Zusammenspiel von Pflanzenkohle, organischer Substanz und aktivem Bodenleben. Mit der Zeit wird das auch im Bodenprofil sichtbar: Die Humusschicht kann sich zunehmend dunkler färben.
Wie schnell sich dieser Prozess entwickelt, hängt unter anderem davon ab, wie viel organische Substanz vorhanden ist und wie aktiv das Bodenleben ist. Bis eine deutliche Veränderung der Humusschicht zu erkennen ist, können mehrere Jahre vergehen.
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