Schwefel, Bor und Selen sind zentrale Bausteine in der Pflanzenproduktion.
Schwefel ist entscheidend für Eiweißbildung, Enzymaktivität und eine effiziente Stickstoffnutzung. Durch stark gesunkene atmosphärische Einträge fehlen heute im Schnitt rund 50 kg S/ha und Jahr – besonders bei Raps, Leguminosen, Getreide und intensivem Grünland.Bor ist essenziell für Wurzelentwicklung, Zellwandstabilität, Blütenbildung und sichere Ertragsanlage. Bormangel führt häufig zu schlechter Befruchtung, ungleichmäßigem Wachstum, Hohlräumen, Qualitätsverlusten und deutlich reduziertem Ertrag, besonders bei borbedürftigen Kulturen.
Selen ist in mitteleuropäischen Böden meist knapp. Bleibt die Selendüngung aus, sinkt der Selengehalt im Aufwuchs. In der Tierfütterung kann dies zu einer unzureichenden Spurenelementversorgung führen, die sich unter anderem in schwacher Widerstandskraft, Fruchtbarkeitsproblemen oder schwachen Kälbern zeigen kann.
Eine gezielte Versorgung mit Schwefel, Bor und Selen gleicht Standortdefizite aus und stabilisiert Ertrag, Qualität und Futterbasis.
Anwendung und Anwendungsmengen
- Grünland, Kleegras, Luzerne, Leguminosen: 50–100 kg/ha/Jahr
- Mais (Silomais, Körnermais): 50–100 kg/ha/Jahr
- Winterraps, Kartoffeln: 50–100 kg/ha/Jahr
- Getreide (Winter- und Sommergetreide): 50–100 kg/ha/Jahr
- Zuckerrüben: 50–100 kg/ha/Jahr
- Erbsen, Sonnenblumen: ca. 50 kg/ha/Jahr
- Sonderkulturen (Hopfen, Gemüse, Obst, Weinbau): 50–100 kg/ha/Jahr
- Rasen, Nutz- und Ziergarten: 50–100 kg/ha/Jahr
Ergänzung zu Sulfatschwefel, KAS, AHL, Harnstoff, stabilisierten N-Düngern sowie Gärresten möglich.
Anwendungstechnik: Streuung mit Düngerstreuer; Eignung für Dünger-Mischanlagen